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Desire Lines in der IT-Sicherheit – Pfade des geringsten Widerstands in Unternehmensprozessen

Menschen neigen dazu, den einfachsten, bequemsten Weg zu wählen – sei es im Stadtpark oder im Büro. In der Stadtplanung spricht man von „Desire Lines“ (auch Wunschlinien oder umgangssprachlich Trampelpfade): Das sind die Pfade, die Menschen ganz natürlich entstehen lassen, indem sie abseits der vorgegebenen Wege laufen[1]. Der französische Philosoph Gaston Bachelard prägte diesen Begriff…
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Wettstreit um die Zukunft. Was vom Verhältnis der drei Intelligenzen Mensch, System, Technologie zueinander für uns abhängt.

Der rapide technologische Fortschritt der letzten Jahrhunderte wirft die Frage auf, ob der Kapitalismus als Wirtschaftsform eine eigene Logik oder „Intelligenz“ entwickelt hat, die Innovation antreibt – und dabei humanistische Ideale wie Würde, Mitmenschlichkeit und Selbstbestimmung aus den Augen verliert. Humanismus steht für ein optimistisches Menschenbild, das die Würde jedes Einzelnen, Freiheit und Gewaltfreiheit als…
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Patchwork-Philosophien der Silicon-Valley-Vordenker – Eine kritische Analyse

In der Tech-Branche ist es beinahe zum Trend geworden, Ideen großer Philosophen und religiöser Traditionen aufzugreifen, sich mit AI eine ‚Reader’s Digest‘ Version erstellen zu lassen und sich aus diesen Versatzstücken ein persönliches Weltbild zusammenzumischen[1]. Die zugrunde liegenden Werke werden in diesen Patchwork-Philosophien oft aus dem ursprünglichen Kontext gerissen und dienen dazu, die Visionen der…
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Anwendung von Perrows Sicherheitsgrundsätzen auf die Security

In komplexen technischen Systemen treten Störungen und Unfälle oft unvermeidlich auf – Charles Perrows Theorie der „Normalen Unfälle“ (Normal Accidents) erklärt, warum das so ist. Doch lassen sich die für die Safety (Betriebssicherheit) entwickelten Prinzipien auch auf die Security (Schutz vor Angriffen) übertragen? Dieser Artikel untersucht die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Safety und Security und…
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Die existenzialistische Bedrohung: Cybersecurity im Licht des Existenzialismus – Was bedeutet es, in einer digitalen Welt „sicher“ zu sein, wenn Unsicherheit zum menschlichen Grundzustand gehört?

Unsere moderne Welt ist tiefgreifend digitalisiert – von der Kommunikation über Finanzen bis hin zur kritischen Infrastruktur ist fast jeder Lebensbereich vernetzt. Diese allumfassende Vernetzung schafft einerseits neue Möglichkeiten, bringt andererseits jedoch eine nie dagewesene Verwundbarkeit mit sich. Je stärker wir uns auf digitale Technologien verlassen, desto größer wird unsere potenzielle Angriffsfläche für Cyberbedrohungen[1]. Inmitten…
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Pragmatismus in der Cyber Defense: Handeln vor Ideologie – Wie ein pragmatischer Ansatz hilft, Sicherheitsprobleme effektiv zu lösen

„Der sicherste Computer der Welt hat keine Netzwerkzugänge, keine User und liegt in einer Kiste vergraben.“ Diese pointierte Aussage kursiert seit Langem in der IT-Sicherheit. Sie verdeutlicht ein zentrales Dilemma: Maximale Sicherheit lässt sich theoretisch erreichen, macht das System praktisch aber unbrauchbar. In der realen Welt müssen Organisationen einen Mittelweg finden zwischen strengster Absicherung und…
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Die Ethik des Zweifelns: Zero Trust und philosophischer Skeptizismus

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – dieses Sprichwort bringt auf den Punkt, was das Zero-Trust-Sicherheitsmodell in der IT propagiert. Statt blindem Vertrauen herrscht methodischer Zweifel: Kein Gerät, kein Benutzer und keine Anfrage werden als vertrauenswürdig angenommen, ohne vorherige Prüfung. Interessanterweise spiegelt dieser Ansatz eine uralte philosophische Haltung wider – den Skeptizismus, insbesondere in der…
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Die Philosophie der Angst: Hobbes im Cyberkrieg – „Der digitale Mensch ist dem digitalen Menschen ein Wolf“?

Thomas Hobbes skizzierte im 17. Jahrhundert ein düsteres Bild des Naturzustands der Menschheit: „bellum omnium contra omnes“ – ein „Krieg aller gegen alle“, in dem Angst das vorherrschende Gefühl ist und „der Mensch dem Menschen ein Wolf“. Leben ohne staatliche Ordnung sei „einsam, armselig, ekelhaft, brutal und kurz“, denn ohne Gesetze und übergeordnete Autorität würde…
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Tugendethik in der IT-Sicherheit: Charakter statt Checkliste – Was würde Aristoteles einem CISO raten?

In der IT-Sicherheit verlassen sich viele Organisationen auf Regelwerke und Checklisten (z.B. Sicherheitsrichtlinien, Compliance-Vorgaben) oder auf Kosten-Nutzen-Kalküle im Risikomanagement. Diese entsprechen den klassischen ethischen Ansätzen der Deontologie (Pflichtethik) und des Utilitarismus (Konsequentialismus). Tugendethik hingegen bildet einen „dritten Weg“: Statt nur zu fragen „Was muss ich tun?“ (Regel) oder „Was bringt den größten Nutzen?“ (Konsequenz), fragt…
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Kritische Theorie und Cyber: Machtstrukturen im Sicherheitsdiskurs – Wer definiert eigentlich, was „sicher“ ist?

In der öffentlichen Debatte um Cybersicherheit erscheinen Begriffe wie Gefahr, Schutz und Überwachung oft als scheinbar neutrale Konzepte. Doch wer bestimmt, was „sicher“ ist und welche Maßnahmen dafür legitim sind? Aus Sicht der Kritischen Theorie – insbesondere der Frankfurter Schule um Max Horkheimer und Theodor W. Adorno – lohnt es sich, diese Fragen zu stellen.…